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PraxisguideDE / UK2 Min. Lesezeit

Leitfaden für ein Orientierungsgespräch

Vom diffusen „keine Ahnung“ zu einer überprüfbaren nächsten Frage.

AA—ADV

Worum es wirklich geht

Ein gutes Gespräch muss nicht mit einem Beruf enden. Es sollte Selbstverständnis erweitern, Optionen öffnen und einen realistischen Erkundungsschritt vereinbaren.

Deine nächsten Schritte

Arbeite die Schritte in deinem eigenen Tempo durch. Gute Orientierung entsteht nicht durch eine perfekte Entscheidung, sondern durch konkrete Vergleiche.

• Starten Sie mit einer konkreten Alltagssituation.

• Spiegeln Sie beobachtete Muster ohne Diagnose.

• Bieten Sie höchstens drei passende Optionen.

• Vereinbaren Sie Zeitpunkt und Nachweis des nächsten Schritts.

Fragen für ein gutes Gespräch

Nimm diese Fragen zu einem Gespräch mit einer Beratungsfachkraft, einer Lehrkraft, deiner Familie oder einem Ausbildungsbetrieb mit.

• Was möchtest du nicht den ganzen Tag tun?

• Wann hast du zuletzt etwas Schwieriges gelernt?

• Welche Option könnten wir gefahrlos testen?

Fragen, die Denken öffnen

Fragen wie „Was willst du werden?“ verlangen früh eine fertige Identität. Produktiver sind Fragen nach beobachtbaren Erfahrungen: „Welche Aufgabe würdest du gern noch einmal machen – und welchen Teil davon?“ oder „Was müsste in einem Arbeitsalltag vorhanden sein, damit du nach einem schwierigen Tag trotzdem zurückkommen möchtest?“

Vermeiden Sie, eine Antwort sofort in einen Beruf zu übersetzen. Spiegeln Sie das Kriterium, prüfen Sie Gegenbeispiele und suchen Sie mehrere Umgebungen, in denen es vorkommt. Das reduziert stereotype Zuordnung und hält überraschende Wege offen.

Von „keine Ahnung“ zu einer prüfbaren Frage

Wenn jemand „keine Ahnung“ sagt, bieten Sie keine lange Berufsliste an. Wählen Sie eine konkrete Erfahrung und zerlegen Sie sie nach Tätigkeit, Menschen, Umgebung, Tempo und sichtbarem Ergebnis. Daraus entsteht ein kleiner Vergleichstest.

• Was genau hast du getan – nicht nur in welchem Fach?

• Welcher Teil war interessant, welcher nur leicht?

• Arbeitest du lieber mit sichtbarem Ergebnis oder offenem Problem?

• Welche Bedingung würde dieselbe Aufgabe unangenehm machen?

• Wo könnten wir diese Tätigkeit in zwei Umgebungen beobachten?